Film-Preview und Ausstellung – Konzertfotografie


19. März Donnerstag


FreiRaum für Stuttgart

Preview des Filmprojekts

Donnerstag 19.03.26 18:30 Uhr

Ort: Komma Esslingen

Stuttgart – bekannt für Industrie, Fußball, Hochkultur und Stuttgart 21. Doch wenigen ist bewusst, dass hier auch eine lebhafte subkulturelle Szene wächst, die mit alternativer Kultur experimentiert. Mit viel Ehrenamt und Kreativität werden Freiräume geschaffen und gefüllt. Es entstehen Orte und Veranstaltungen, bei denen es nicht um Geld, Status oder Herkunft geht, sondern um das Zusammenkommen von Menschen, um Gemeinschaft und künstlerischen Austausch. Gerade solche Szenen sind es, die viele junge Menschen normalerweise nach Berlin, Leipzig oder Hamburg ziehen lassen.


Der Filmemacher Kurt Lichtenberg fand selbst in dieser Szene Inspiration und Zugehörigkeit. Deshalb entschied er sich, neben seinem Physikstudium einen Dokumentarfilm zu drehen, der Einblick in diese Seite der Stuttgarter Stadtkultur gewährt. Er begleitet beispielhafte Projekte aus dieser vielfältigen Szene und zeigt, was subkulturelle Freiräume sind, welche Menschen hier ihre Energie und Leidenschaft einbringen und mit welchen Hürden sie zu kämpfen haben.


Orte wie der NorDIY (ein von Skater*innen selbst gebauter Skatepark), die Zwischennutzung einer alten Einkaufspassage durch verschiedene Initiativen, das bunte Künstlerinnen-Dorf „Container City“ oder die Kulturinsel haben viele Herzen gewonnen, sind jedoch teils nicht mehr existent oder bedroht. Umso wichtiger ist es, den Blick auf den Wert dieser Orte und Projekte für die Gesellschaft zu richten.

Ausstellung – Konzertfotografie

Donnerstag 19.03.26 18:30 Uhr

Proberaum. Tourbus. Bühne.

Warten. Innehalten. Loslassen.

Zwischen Proberaum, Tourbus  und Bühne entfaltet sich das Leben von Musiker:innen als fortwährender Wechsel aus Bewegung, Erwartung und Momenten des Innehaltens. Daniel Kilgus begleitet Bands und Künstler:innen weltweit und nähert sich dieser Existenzweise mit einem ruhigen, beobachtenden Blick. Seine Fotografien übersetzen musikalische Praxis in Bilder und erzählen zugleich von den unscheinbaren, alltäglichen Realitäten, die das Leben jenseits der Show prägen.

Die Ausstellung vereint einen vielschichtigen Bildkosmos aus Konzertfotografien, Touralltag und Backstage-Aufnahmen. Hinter den Kulissen offenbaren Kilgus’ Fotografien eine oft verborgene Realität: Übergangsräume, Konzentration vor dem Auftritt, Erschöpfung danach, Gesten der Gemeinschaft und stille Augenblicke zwischen Bewegung und Stillstand.

In seiner bewusst zurückgenommenen fotografischen Haltung agiert Kilgus als aufmerksamer Beobachter. Seine Bilder inszenieren nicht; sie machen sichtbar. So entsteht ein eindringliches Porträt der Lebenswelt tourender Musiker:innen, das die Beziehungen zwischen Individuum, Kollektiv und Raum erfahrbar werden lässt und die Grenzen klassischer Konzertfotografie bewusst überschreitet.

Die Ausstellung lädt dazu ein, Musik nicht nur zu hören, sondern in ihren sozialen, räumlichen und emotionalen Dimensionen zu sehen.